Carl Schurz wurde am 2. März 1829 in Liblar bei Köln geboren.
      Schurz war gerade 16 Jahre alt - er studierte an der Bonner Uni - als er 1845 zusammen mit zwei Freunden die Studentenverbindung "Frankonia" gründete.
      In Bonn lernte Schurz das Ehepaar Kinkel kennen. Nachdem 1848 in Frankreich der König Louis Philippe gestürzt worden war, marschierte er zusammen mit Gottfried Kinkel mit der schwarz-rot-goldenen Fahne zum Rathaus, wo Kinkel eine aufrührerische Rede hielt.
      Als der preußische König die Kaiserkrone ablehnte, zogen Kinkel und Schurz zum Siegburger Zeugenhaus, um mit den darin liegenden Waffen eine Verfassung zu erzwingen. Doch ihr Versuch scheiterte, Schurz floh und Kinkel kam ins Zuchthaus.
      Bald befreite Schurz Kinkel, und die beiden flohen mit Johanna Kinkel nach England. Kinkel richtete sich dort mit seiner Frau ein Leben ein, während Schurz das Nichts-Tun nicht ertragen konnte.

      Mit seiner Margarethe Meyer-Schurz wanderte er 1852 nach Amerika aus, wo er sich zunächst als Farmer niederlies. 1858 wurde er Anwalt in Wisconsin.
      Er trat gegen die Sklaverei ein. So gelangte er zu der Republikanischen Partei und Abraham Lincoln, für den er später Wahlkampf machte. Nach dem Wahlsieg Lincolns wurde Schurz als Gesandter nach Madrid geschickt.
      Im Sezessionskrieg, in dem die Südstaaten sich gegen die Abschaffung der Sklaverei sträubten und gegen den Norden zogen, wurde Schurz zum Kommandeur. Trotz seiner miserablen Kriegsführung gewannen die Nordstaaten den Krieg.

      Nach dem Krieg wurde er 1869 bis 1875 Senator in Missouri.
      Es gelang ihm, innerhalb von vier Jahren, von 1877 bis 1881 einen professionellen Beamtenstaat aufzubauen.
      Nachdem er selbst aus dem Staatsdienst ausgetreten war, ließ er sich als Journalist nieder. Er starb am 14. Mai 1906 in New York.