

Wilhelm Schmidtbonn wurde am 6.2.1876 am Bonner Marktplatz als Sohn eines Pelzhändlers geboren.
Um sich von den zahlreichen anderen Schmidts zu unterscheiden, eignete er sich später den Namen "Schmidt-Bonn" zu.
In seiner Jugend freundete sich Schmidtbonn mit der jüdischen Dichterin Else Lasker-Schüler an, die im Dritten Reich ins Ausland emigrieren mußte.
Im Jahre 1926 war der kurzweilige Höhepunkt in Schmidtbonns Ruhm schon vorbei, seine Stücke wurden nur sehr selten gespielt.
Wilhelm Schmidt war mit vielen Geschwistern aufgewachsen.
Er war ein schlechter Schüler und schaffte das Abitur nicht.
Er machte eine Buchhändlerlehre in Gießen, die ihn aber schon bald langweilte.
Mit 20 Jahren schrieb er das Stück "Thomas, ein Lied".
Er schickte es an den Bonner Literaturprofessor Berthold Litzmann.
Dieser lud Schmidt ein und ermöglichte ihm bald darauf ein Studium.
Auch das ödete ihn bald an, und er brach es ab.
Am 14.6.1901 wurde das erste Mal ein Stück, "Mutter Landstraße", in Dresden aufgeführt.
Sein zweites Stück, "Die goldene Tür", wurde in München uraufgeführt und nach Zuschauerprotesten sofort abgesetzt.
Sein drittes Stück, "Der Graf von Gleichen", brachte Schmidtbonn großen Ruhm.
Am 3.2.1908 wurde es in Düsseldorf uraufgeführt.
Seine späteren Stücke "Der Geschlagene" oder "Der spielende Eros" wurden bis zum Jahre 1933 nur einige Male aufgeführt, danach erklärte sich keine deutsche Bühne mehr bereit, Schmidtbonns Stücke aufzuführen.
Schmidtbonn litt an Herzasthma und zog darum in den Süden.
Doch 1939, vor Kriegsbeginn, mußte er wegen Geldmangels in seine Heimatstadt zurückkehren.
Dort lebte er bis zu seinem Tod am 3.7.1952.