August Wilhelm Schlegel wurde 1767 in Hannover geboren.
      Er studierte in Göttingen Theologie und Philologie. Für einige Zeit arbeitete er als Hauslehrer in Amsterdam. Später wurde er Professor für Ästhetik in Jena.
      1796, das Jahr, in dem Schlegel nach Jena ging, heiratete er Caroline Böhmerm, die Tochter eines Orientalisten. Doch schon fünf Jahre später, 1801, ließen sich die beiden wieder scheiden.
      Ab 1804 reiste Schlegel mit Madame Germaine de Stael durch Europa. In dieser Zeit wurde er zum Geheimsekretär der schwedischen Kronprinzen Bernadotte.

      1819 zog Schlegel nach Bonn, um an der Universität zu lehren. Im gleichen Jahr heiratete er Sophie Paulus, mit der er zwar eine gute Ehe führte, aber niemals zusammenzog.
      An der Bonner Uni konzentrierte er sich auf die indische Literatur. Er kümmerte sich um die Gründung eines indeologischen Instituts und gab 1820 die "Indische Bibliothek" heraus.
      Im Mai 1825 wurde er der Vorsitzende des "Vereins zur Erweiterung und Verschönerung der Stadt Bonn". 1829 wurde er in den Stadtrat gewählt. 1842 wurde er in den Orden Pour le Mérite aufgenommen.

      Schlegel ist noch heute berühmt für seine Übersetzungskünste. So war er es, der Shakespeare übersetzte.
      Schlegel starb am 12. Mai 1845 in Bonn.