Karl Barth wurde am 10. Mai 1886 als Pfarrersohn in Basel geboren. Er studierte an der Göttinger Universität, ging danach nach Münster und kam vier Jahre später, 1930, nach Bonn.
      Hier arbeitete er bis zu seinem Tod an der "kirchlichen Dogmatik", die er jedoch nie fertigstellen konnte.
      Barth war ein bekennender Gegner der Nazis und sprach dies auch in der Öffentlichkeit aus. Ende Mai 1934 verabschiedete er zusammen mit 140 Abgesandten in Wuppertal die Barmer Erklärung. Die Nazis schoben dies allein auf Barth zurück und hingen ihm ein Dienstverfahren an. Weil Barth sich weigerte, auf Hitler zu schwören, wurde er aus dem Staatsdienst entlassen.
      Doch das ließ sich Barth nicht gefallen: Er ging vor das Oberverwaltungsgericht Berlin. Am 14. Juni 1935 wurde seine Entlassung aufgehoben. Er mußte sich jedoch mit einer Gehaltskürzung von 20% abfinden.
      7 Tage später wurde Barth in den Ruhestand versetzt, sogar mit Anspruch auf Pension. Daraufhin zog Barth zurück nach Basel.
      Am Kriegsanfang meldete er sich als einfacher Soldat auf schweizer Seite, um gegen Hitler zu kämpfen.
      1946/47, in den Hungerjahren, kehrte er nochmal zurück nach Bonn, um dort evangelische Theologie zu lesen.