Im Jahre 1807 quartierte der damals zwölfjährige preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm bei den Argelanders in Memel.
      Er freundete sich mit dem achtjährigen Sohn der Argelanders, Friedrich Wilhelm Argelander, an.
      Friedrich Wilhelm Argelander wuchs in der Zeit der industriellen Revolution auf.

      Friedrich Wilhelm Argelander studierte Astronomie.
      1820 wurde er Assistent an der Königsberger Sternwarte.
      1828 wurder er Observator an der Sternwarte Abo in Finnland, wo er auch Professor wurde.
      1837 wurde Argelander als Ordinarius für Astronomie nach Bonn gerufen, um dort die wissenschaftliche Oberleitung für die zu errichtende Sternwarte übernehmen. 1846 war die Sternwarte fertiggestellt, die erste Planetenbeobachtung führte Argelander jedoch schon am 11.7.1844 durch.

      Von 1852 bis 1859 verbrachten Argelander und seine beiden Mitarbeiter Krüger und Schoenfeld ihre Nächte damit, die Sterne zu beobachten. Sie erstellten die "Bonner Durchmusterung", einen Katalog und Atlas des Sternenhimmels der nördlichen Halbkugel, der von 1846 bis 1863 erschien.
      In der Bonner Durchmusterung wurden Standort und Helligkeit von 324.198 Sternen auf 40 Karten festgehalten.
      Für seine Arbeit hatte Argelander nur ein kleines Fernrohr von ca. 1m Länge zur Verfügung.
      Noch heute staunen die Astronomen über sein Werk.
      1874 wurde Argelander in den Orden Pour le Mérite aufgenommen.
      Ein Jahr später, am 17.2.1875 starb er in Bonn.