Das Kloster am Rande der Stadt


      1. Einleitung
      2. Geschichte, Zeittafel
      3. Mutter Priorin Mechtild vom guten Hirten
      4. Hostienbäckerei
      5. Busverbindung


      4. Hostienbäckerei:

      In der Backstube herrscht schon früh morgens Betriebsamkeit und Lärm, der von einer Backmaschine stammt, die wie ein Ungeheuer zischt.

      Für den Teig füllt Sr. Rafaela etwa 7,3 kg Mehl und 8 l Wasser in eine Rührmaschine Anders als in Holland wird hier kein Salz hinzugefügt. Dann wird der Teig durch ein automatisches Pumpsystem aus dem Bottich gesogen und in der entsprechenden Menge auf die 12 rotierenden Backeisen gespritzt.

      Nach einem Umlauf der 12 Backeisen sind die Hostienplatten gar gebacken. Nun werden sie von Sr. Felicitas abgenommen, an den Rändern gesäubert und in einen Korb gelegt.


      Die Platten werden 1 - 2 Tage in einem Raum aufbewahrt, bevor sie in den Klima-Raum kommen, damit diese ausdünsten können und nicht so schnell brechen.

      Die Hostienplatten werden etwa 12 Stunden in dem Klima-Raum bei 90 Grad Luftfeuchtigkeit geweicht. In einem weiteren Raum werden 40 Platten aufeinander gelegt und Hostien gestanzt. Je nach dem, welche Sorte von Hostien hergestellt werden soll, wird das entsprechende Stanzmesser in die Stanze eingesetzt.

      Die Normgröße beträgt 35 Millimeter. Bei 40 Platten sind das etwa 1500 Hostien. Auf Bestellung gibt auch es Hostien bis zu 6 Zentimeter (für den Priester), oder 15 Zentimeter (Konzelebrationshostien).

      Die ausgestanzten Hostien werden danach auf Fehler durchgesehen.  Das geschieht meist noch per Hand. Der Abfall wird einem Bauern zur Viehfütterung abgegeben.

      Früher wurden die Hostien mit Hilfe eines Backeisen hergestellt. Dort erkennt man deutlich die unterschiedlichen Motive, wie z.B. das Lamm, oder Brot und Fisch. Die so hergestellten Hostien mußten von Hand gestanzt werden. Eine mühselige Arbeit, für die man heute leider keine Zeit mehr hat.