Das Kloster am Rande der Stadt

      Kloster Maria-Hilf

      Kapellenstraße 44
      53115 Bonn
      Tel.: 0228 / 22 52 20

      1. Einleitung
      2. Geschichte, Zeittafel
      3. Mutter Priorin Mechtild vom guten Hirten
      4. Hostienbäckerei
      5. Busverbindung


      Gottesdienste:
      Werktags

      Choralamt 
      Vesper
      Sonntags
      Choralamt 
      Vesper
      Täglich:
      Klosterpforte:


      9.00 Uhr
      15.00 Uhr

      8.30 Uhr
      15.00 Uhr

      7-18 Uhr, wenn dringend: immer läuten

      Am Rande der Stadt stimmt wirklich, denn es liegt am Hang des Kreuzberges, wo es fast keiner bemerkt. Nach einer Umfrage hat jeder dritte schon mal was davon gehört, und nur jeder vierte, wußte etwas Genaueres.
      Ich wohne hier in Endenich, nur fünf Minuten von dem Kloster entfernt. Als Kommunionkind war ich auch schon mal in der Hostienbäckerei, die von den Schwestern betrieben wird. Die Schwestern luden mich einen Tag lang ein, das Leben im Kloster kennenzulernen, nahmen mich sehr freundlich auf und erzählten und erklärten mir alles geduldig.

      Zuerst erfuhr ich den typischen Tagesablauf im Kloster:
      5.30 Uhr
      6.00 Uhr
      8.45 Uhr
      9.00 Uhr
      11.30 Uhr
      14.00 Uhr
      14.00-15.00 Uhr
      15.00 Uhr
      17.00 Uhr
      18.00-19.00 Uhr
      19.00 Uhr
      21.00 Uhr
      aufstehen
      Laudis (Deutsch / Latein)
      vor dem Amt "Terz"
      Choralamt
      Mittagstisch
      Betrachtung
      große Stille (schlafen, lesen...)
      Vesper
      Abendtisch
      Erholung (Kontakt zu anderen Menschen aufnehmen und reden)
      Complet
      Nachtruhe

      Früher wurde immer noch von 1.00 - 3.00 Uhr eine Anbetung gehalten. Wegen Schwesternmangels wird heute nur noch tagsüber die ewige Anbetung praktiziert. Da die Schwestern auch selber kochen und putzen, übernimmt jede Schwester eine halbe Stunde.

      Schwester Priorin Mechtild erklärte mir, daß man nur aus innerstem Herzenswunsch ins Kloster gehen sollte, da man sonst das ziemlich einsame Leben im Kloster nicht ertragen könnte. Die Schwestern dürfen nur für Seminare und Krankenbesuche das Kloster verlassen. Deshalb gibt es auch jeden Tag eine "Erholung", in der die Schwestern miteinander reden können, weil im Kloster den ganzen Tag geschwiegen und nur bei der Arbeit gesprochen werden darf. Die Teilnahme ist genauso Pflicht, wie an anderen "Aktivitäten" auch.

      Anschließend führte mich Schwester Mechtild durch das gesamte, recht große Kloster. Nach dem Wiederaufbau wurde das gesamte Gebäude von Innen weiß angestrichen, was ziemlich prächtig aussieht. Beeindruckt hat mich auch der Kreuzgang und die Klosterkirche.

      Einige Räume sind an 25 Studentinnen vermietet. Sie bewohnen jeweils ein kleines möbiliertes Zimmer mit T.F.C. (Telefon, Fernseher, Computer) und teilen sich zu fünft oder sechst ein Badezimmer mit Waschmaschine und eine Küche. Eine Hausordnung gibt es selbstverständlich auch, in der festgelegt ist, daß sie zwischen 23:00 und 9:00 keinen Besuch (!) haben dürfen und einmal wöchentlich das Zimmer putzen müssen.

      Natürlich besichtigte ich auch die Hostienbäckerei, in der montags und mittwochs gebacken und dienstags und donnerstags ausgestochen wird.

      Zum Schluß stöberten wir dann noch etliche Fotoalben durch, von der Nachkriegszeit (das Kloster sah fast so aus wie die Drachenburgruine) bis zu den in letzter Zeit stattgefundenen Festen.

      Also, wenn ihr Lust auf einen Schnuppertag habt, und weiblich seid, dann nichts wie hin, denn ihr seid herzlich eingeladen.

      Busverbindung:
      Die Bussen 632/622 fahren vom Hauptbahnhof bis zur Haltestelle Konradstraße.  Von dort geht es die Kapellenstraße hoch. Ihr müßt immer weiter gerade aus gehen, bis ihr eine Autobahnbrücke überquert, da fängt die Klostermauer auch schon an.